VITA.
Meine Wege zur Kunst.
In Saarbrücken geboren, wuchs ich in der Nähe von München auf und lebe heute im Alpenvorland in Iffeldorf.
An der LMU München studierte ich Kunstgeschichte und Kunstpädagogik. Als Kulturreferentin organisierte ich Ausstellungen, Konzerte, Kabaretts und Lesungen renommierter Künstler für die Veranstaltungsreihe „Kultur in der Seeresidenz“ in Seeshaupt, die wir in einem kleinen Team ins Leben gerufen hatten und von 2001-2025 jeden Monat neu mit Leben füllten.
Zeit meines Lebens habe ich gemalt und vor allem fotografiert. In meinem bisherigen Leben als berufstätige Mutter war dies meine kleine Auszeit, die immer wieder aufs Neue meinen Blick schulte. Seit 2026 bin ich im Ruhestand und beginne neu. Nun mache ich jeden Tag, wofür lange keine Zeit blieb. Malen und fotografieren.
Bilder/Malerei.
Was mich umgibt, betrachte ich und lasse dabei meinen Blick gar nicht weit schweifen. Es sind die einfachen Dinge: Schalen. Vasen. Töpfe. Früchte. Ein Baum. Ein Haus. Ein Rabe. Beim Malen setze ich auf radikale Klarheit. Auf Leere. Fokussierung. Auf das festgehaltene Jetzt.
Immer reduziere ich meine Bildkompositionen auf das Wesentliche – Form, Farbe und Komposition. In Bewegungslosigkeit scheinen Dinge sich der Zeit zu entwinden, um in einem kurzen Moment im Licht sichtbar zu werden.
Zwei Birnen zeigen Präsenz, werden zu zwei Wesen mit eigenem Charakter. Mehrere Vasen stehen wie in einer Familienaufstellung aufgereiht. Sie werden zu konkreten Wesen, die ihre Beziehung zueinander offenlegen. Ich reduziere auf das, was ist.
Fotografie.
Solange ich denken kann, bin ich mit einem Fotoapparat herumgelaufen. Als Studentin habe ich mit Pressefotografie Geld verdient.
Irgendwann hielt ich das erste Smartphone in der Hand. Es wurde mein Werkzeug, die Welt auf einen Ausschnitt zu reduzieren, in dem die Beziehung weniger Dinge zueinander sichtbar werden.
Mein Blick fällt meist auf die unscheinbaren Dinge. Das Innenleben eines Papierkorbs. Strukturen auf alten Wänden. Zwei Wolken. Ein Schuppen in der Landschaft. Gestapelte Zeitschriften. Ein Schatten. Ich fotografiere das stille Leben, zeige Poesie in der Stille.